Hoi zäme, das isch miini chlini Wält... Ich freue mich über jede Gruess und jede Kommentar ciao ciao!

Montag, 4. April 2005
Geburtstag

Heute, oder besser unterdessen gestern Sonntag war der Geburtstag meines Vaters, und ich bin einfach nur glücklich und froh, dass wir überhaupt mit ihm zusammen feiern konnten! ♥

Vor einem halben Jahr wussten wir noch nichts von der bevorstehenden Krankheit bzw. der Operation mit lebensgefährlichen Folgen. Es ist doch eigentlich ganz gut, wenn man die Zukunft nicht vorhersehen kann!

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Montag, 21. März 2005
Geburtstag


Alles Gute zum 41. Geburtstag, Brüderchen!! let's party!!
 

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Mittwoch, 29. Dezember 2004
Rehabilitation

Zuercher Hoehenklinik Wald Bereits am nächsten Freitag wird mein Vater in die Reha-Klinik Wald verlegt. Da muss er dann nolens volens auch am Sportprogramm mitmachen, etwas, das er zeit seines Lebens wie die Pest gemieden hatte. Ein bisschen Schadenfreude habe ich schon, denn endlich wird er sich bewegen müssen, was ihm auch in Bezug auf den Parkinson gut tun wird. Dadurch, dass er seine Muskulatur stärkt, kann er diese und folglich auch seine Bewegungen besser kontrollieren, was wir ihm nun schon seit langem vorhalten. Er kann so nämlich auch den Zeitpunkt hinausschieben, an dem er an den Rollstuhl gebunden sein wird. Logisch, zuerst muss er mal wieder laufen lernen, und vor allem richtig atmen. Offenbar ist das das grösste Problem nach Herzoperationen bzw. nach einer Thorax-Öffnung: dass die Patienten zu flach atmen aus Angst, Schmerzen zu verursachen. Aber es macht schon Eindruck, wenn er zum Husten die Arme kreuzt, als ob er den Oberkörper zusammenhalten muss, damit er nicht wieder aufreisst. Brrrrrr... ganz schön makaber!

Zuercher Hoehenklinik Wald Aber mal abgesehen davon beneide ich ihn fast um seinen Kuraufenthalt im Zürcher Oberland, denn mit ein wenig Glück wird er da oben wunderschöne Sonnentage im Schnee geniessen können, während wir unter der obligaten Hochnebel-decke schmoren dürfen...

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Freitag, 24. Dezember 2004
Oh mein Papa... ♪

ist zum Glück bereits wieder auf der Abteilung, weg von der Intensiv und losgelöst von der Intubation. Er motzt auch schon wieder... ein sicheres Zeichen der Genesung! Er beklagte sich nämlich bei meiner Mutter, warum sie ihm noch keine selbstgebackenen Weihnachtskekse mitgebracht hätte... naja!! Trotz schweinischen sou Implantaten ist der derselbe geblieben... ein ganz Süsser. Im dem Sinne dass er alles Süsse, was ihm unter die Finger kommt, mit Hochgenuss gleich verspeist.

Morgen, wenn wir hier Weihnachten feiern, machen wir vielleicht einen Abstecher ins Spital, alle zusammen (Bruder, dessen Freundin und seine Kinder, Schwester mit Mann, ich und meine Mutter). Logo, kommt ein bisserl auf den Gesundheitszustand des Familienältesten an.

Im Moment versuche ich grade noch, ein Puzzle aus einer Foto von Nichte und Neffe zu basteln. Kein leichtes Unterfangen, auch mit kleiner Nagelschere kriege ich nicht alle Kurven wirklich schön rund... AAAAHHHHHH so 'ne blöde Geduldsarbeit!!! balabala @_@ Ahem, ok, ja stimmt schon, ich hätte latürnich ein bisschen früher damit beginnen sollen. Aber was ist Weihnachten ohne Zeitdruck? Nur halb so spannend, oder?

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Mittwoch, 22. Dezember 2004
Es ist alles gut gegangen!!!

Gegen halb acht Uhr heute abend, ich war grad mal seit fünf Minuten da, hat einer der behandelnden Ärzte bei uns zu Hause angerufen. Die OP ist gut verlaufen!! Mein Vater hat eine neue Herzklappe und schläft jetzt dank Schlafmittel auf der Intensivstation. Die OP sei bereits seit eineinhalb Stunden zu Ende (also in Minimalzeit!). Hämodynamisch sei alles gut, nur die Blutgerinnung sei nicht ganz optimal, es blute weiterhin ein wenig. Aber dies sei kein Problem, denn sie wussten vom Risiko bereits vor der Operation.

Dank den Schlafmitteln wird er bis morgen durchschlafen, und die Ärzte werden morgen früh anlässlich der Visite um ca. 7.30 Uhr entscheiden, ob mein Vater aufgeweckt werden soll oder ob sie ihn noch weiterschlafen lassen. Wir könnten dann ab 8.30 auf der Intensivstation anrufen, um zu erfahren, was Sache ist.

Der Arzt hat mir auch eine Telefonnummer gegeben, wo wir rund um die Uhr anrufen könnten, um uns über den Gesundheitszustand des Patienten informieren zu können. Er meinte: "Also auch wenn Sie morgens um zwei Uhr nicht einschlafen können, weil Sie sich Sorgen machen, rufen Sie uns einfach an!" Wow, das nenn' ich tolle Betreuung!

Ich bin ja soooooo erleichtert!! Habe natürlich gleich danach mein Schwesterchen und meinen Bruder angerufen, und ich hörte, wie bei beiden regelrecht die Anspannung einer grossen Erleichterung wich. Heute Nacht werde ich wohl sehr gut schlafen, ohne die lästigen Albträume, die mich letzte Nacht ständig heimgesucht hatten.

Jetzt freue ich mich eigentlich vor allem, endlich meinen Vater im Spital besuchen zu können!
Ich bin ja soooooooo erleichtert!!

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Sonntag, 19. Dezember 2004
Operation

Mein Vater wird voraussichtlich am nächsten Mittwoch operiert

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Donnerstag, 16. Dezember 2004
nu ist es soweit ç_ç

Nächste Woche soll mein Vater am Herzen operiert werden. Was für ein tolles Weihnachtsgeschenk! oh jeee

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Montag, 15. November 2004
Gestern

war zufällig Familienzusammenkunft am Krankenbett ;-) besser gesagt, im Aufenthaltsraum neben dem Spitalzimmer. Bereits vor dem Spital hörte ich plötzlich hinter mir eine wohlbekannte sonore Stimme: mein Bruder mit Freundin kam den Berg hoch! Also zu dritt auf meinen Vater los... und der lag natürlich nicht im Bett, sondern war samt Infusionen und zugehörigem Gestell im Aufenthaltsraum (ausgestattet mit Fernseher, Bibliothek, Tageszeitungen etc.) und wollte grade ans Telefon. Mein Bruder hat wohlweislich Schokolade in Form von Truffes mitgebracht, denn mein Vater stürzt sich auch nach einem 10-Gänge-Menu noch mit Heisshunger auf das Dessert-Buffet So hatte er doch schon einen ganz ansehnlichen Notproviant zusammen (zuvor brachten bereits meine Schwester und Mutter jeweils Schokolade vorbei).

Etwa eine Viertelstunde später kreuzte auch noch meine Mutter auf, und so war die Familie quasi komplett. Mein Vater erzählte uns von einer deutschen Krankenschwester im Format Wandschrank, die ihn bereits als "Sturkopp" verschrieen hatte. Schliesslich schlucke er nicht einfach so die Tabletten, die ihm das Pflegepersonal unter die Nase hielte. Er wolle schliesslich wissen, was für Gift das sei. Er liesse sich halt nicht einfach alles gefallen. Und logisch, wie kann es auch anders sein, legten wir alle los mit lachen... wir kennen den Pappenheimer im Spitalhemd schliesslich ihihihi Aber noch mehr lachte glaube ich die Freundin meines Bruders, da sie die paar Beispiele meines Vaters stark an meinen Bruder erinnerten. Sie meinte dann auch nur: "irgendwie kommt mir das bekannt vor... allerdings reicht dazu auch schon banales Kopfweh aus." Naja, diesmal lachte mein Vater laut, und mein Bruder guckte ein bisschen betreten aus der Wäsche *gnehehe muahahahaha*

Auf alle Fälle schmiss uns mein Vater raus, als er sah, dass das Personal begann, das Abendessen zu verteilen. Ausserdem sah er ganz schön bleich aus der Wäsche und meinte, er spüre das Fieber wieder ansteigen. Meine Mutter ist noch ein bisschen länger geblieben, und sie erzählte mir dann auch, dass wir meinen Vater total überfordert haben, bzw. dass er zu lange gewartet hatte, uns hinauszukomplimentieren. Stimmt schon, wir waren sicher gute zwei Stunden dort und quatschten, während mein Papa immer stiller wurde... *schuldbewusst guck*

Aber ich weiss bestimmt, dass er genauso viel Freude hatte, uns alle zu sehen, denn eigentlich langweilt er sich im Spital, auch wenn er unterdessen mit Handy, Laptop und Internetanschluss wieder mit dem Rest der Welt kommunizieren (und entsprechend Aufträge an Untergebene und wehrlose Familienmitglieder verteilen) kann... fingertip

Noch bis gestern war er im Viererzimmer der einzige Schweizer, neben einem Portugiesen und zwei Mazedoniern. Jetzt sind die Einheimischen tatsächlich zu Dritt und somit in der Mehrzahl, nur der Portugiese bringt noch ein wenig Farbe in den schweizerischen Durchschnitt *grins*

Ich habe ja ehrlich gesagt so 'ne Ahnung, dass mein Vater von seinem Körper sozusagen dazu gezwungen worden ist, stillzuliegen, da er es freiwillig ja nie getan hätte. Seit etwa 10 Jahren hat er keinen Urlaub mehr gemacht, und ebensolange arbeitet er auch jedes Wochenende durch, wenn auch zu Hause. Ich bearbeite ihn schon seit geraumer Zeit, und versuche ihm beizubringen, dass er mehr gewinnt, wenn er mindestens einen Tag pro Woche komplett abschaltet. Aber das scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Ausser in den letzten Wochen, da hatten wir an einem Sonntag noch richtig schön Sonne mit milden Temperaturen, und tatsächlich verbrachte er nicht den ganzen Tag am PC, sondern setzte sich nach draussen unter die Trauben-Laube, liess sich die Sonne auf das ergraute Haupt scheinen und lass zufrieden und entspannt die Zeitung.

Tja, jetzt hat er Ferien, muss er Ferien machen. Und ich meine trotzdem, dass Ferien anderswo schöner und erholsamer wären... tsk tsk tsk nein nein, so nicht!
 
 


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Freitag, 12. November 2004
Krankheit

So, jetzt weiss ich, woran mein Vater leidet: Spondylitis.

Es handelt sich hierbei wirklich um eine schwere Krankheit, deren Heilung viel Zeit in Anspruch nimmt: 6-8 Wochen Spitalaufenthalt, und danach noch bis zu 6 Monaten Rekonvaleszenz zu Hause. Im Moment weiss mein Vater letzteres noch nicht, denn dann würde er aufgeben. Was machen mit seinem Geschäft? Das war ein Einmannbetrieb... ich kann's nicht übernehmen, denn ich verstehe von Biometrie nur Bahnhof :'(

Und überhaupt: wenn man bei dieser Krankheit nicht höllisch aufpasst, kann der Verlauf tödlich ausgehen.

Was soll ich da noch sagen? Dass ich mir Sorgen mache, ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Es ist stärker, aber richtig Angst ist es auch nicht. Ein ungutes Gefühl, Zukunftsangst, Angst, dass mein Vater den Kampfwillen aufgibt, gesund zu werden, Existenzangst?

Scheiss-Situation: nach Jahren und Jahren schien es endlich wieder ein wenig aufwärts zu gehen, und zwar gesundheitlich wie auch beruflich, für Mutter und Vater (von mir reden wir mal besser gar nicht), und jetzt dies!


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Donnerstag, 11. November 2004
Mein Vater ist im Spital

und wir wissen immer noch nicht, was eigentlich los ist!

Seit etwa 10 Tagen litt er an einem Hexenschuss, so dachten wir zumindest, weil ihm das noch öfters mal passiert. Der Arzt musste zu uns nach Hause kommen und ihm eine Spritze setzen, die aber nichts gebracht hat. Er war dann am Montag direkt beim Arzt, der hat ihm nur noch andere Medikamente gegeben, die aber haben keine Linderung gebracht. Normalerweise hätten die Ischias-Schmerzen nach etwa 2-3 Tagen vorbei sein müssen.

Nun war er gestern morgen nochmal beim Arzt, welcher ihn geröngt hatte und gegen Abend mitteilte, dass er, der Arzt, ruhiger schlafen könne, wenn mein Vater noch am selben Abend ins Spital gegangen wäre, und nicht erst bis zum nächsten Morgen gewartet hätte. Seiner Meinung nach handle es sich um eine Entzündung, die er aber mit seinen Mitteln nicht genauer bestimmen könne.

Also holten wir meinen Vater im Büro ab und brachten ihn in die Notaufnahme des Triemli. Naja.. die haben ihm dann erst einmal Blut und Urin abgezapft, konnten danach aber immer noch nicht mehr sagen. Heute morgen wurde er in die MRI-Röhre geschoben, aber auch das hat noch keine eindeutige Diagnose ergeben. Dann hiess es, würde man den Bakteriologen kommen lassen, der darüber zu entscheiden hätte, ob sie meinen Vater operieren müssen, um an den Entzündungsherd heranzukommen und Bakterien-Proben für die hoffentlich endgültige Diagnose zu entnehmen.

Bis jetzt (Mitternacht) wissen wir immer noch nichts. Ich werde langsam unruhig, denn solange die nicht wissen, gegen welche Bakterien sie vorgehen müssen, können sie auch nicht die richtigen Antibiotika anwenden... Ausserdem sagte bereits der Hausarzt, dass so eine Entzündung tödliche Folgen haben kann...!!

Ich weiss eigentlich nur, dass es um eine Entzündung zwischen den Wirbeln des Rückgrates geht. Hoffentlich breitet sie sich nicht bis ins Hirn aus.. sowas geht ja bekanntlich schnell, und Hirnhautentzündungen können ebenfalls tödlich enden, was in den letzten paar Jahren hier in der CH schon des öfteren bei Teenies vorgekommen ist!

Morgen muss ich unbedingt hin...


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